Laufen

Alles rund ums Laufband

Indoor oder Outdoor laufen? – Das sind die Unterschiede

Ein Laufband bietet die Möglichkeit sein Lauftraining in den eigenen vier Wänden fortzusetzen. Ob für eine intensive Vorbereitung auf ein Sportereignis, zum Ausgleich des Alltags oder um sein Cardiotraining allgemein zu ergänzen und abzuwechseln.

Denn das Laufen auf einem Laufband mag auf den ersten Blick das gleiche sein wie draußen, doch gibt es hier große Unterschiede. Allem voran fällt einem das Gehen, Joggen und Laufen auf einem Laufband erst einmal leichter.

Das kommt daher, da man seinen Körper nicht in eine Vorwärtsbewegung bringen muss, sondern man stattdessen durch eine Laufbewegung den Widerstand der Lauffläche ausgleicht. Läufer müssen sich draußen vom Untergrund abdrücken um vorwärts zu kommen. Auf einem Laufband fällt diese Anstrengung weg.

Auch interessant ist, dass das Laufen auf einem Laufband mit der Zeit anstrengender wird als draußen. Das mag an den Umfeldbedingungen liegen, denn innen ist es meist wärmer und es herrscht kein Wind, was die Energieabgabe des Körpers erschwert.

Sonstige Faktoren, die das Laufen auf einem Laufband erschweren können, sind ein schwacher Motor (wenig PS). Das führt zu ungleichmäßigen Tempo beim Laufen weil die Schritte das Laufband (hier das eigentliche Band gemeint) abbremsen. Bei Geräten mit schlechter Qualität könnte es auch fraglich sein, wie genau die Motoren geeicht wurden. Ist hier eine Abweichung vorhanden, kann das einen ganzen Laufrythmus durcheinanderbringen.

Training auf einem Laufband ist zwar nicht das Gleiche wie draußen, aber es bietet trotzdem nicht zu verachtende Vorteile:

Lauftechnik

Man kann seine Lauftechnik einfacher kontrollieren und Neue testen, da die Belastung anfangs nicht so hoch ist.

Regeneration

Regeneratives Training ist auf dem Laufband wunderbar, da man die Umfeldbedingungen selbst wählt und diese dadurch konstant sind.

Abwechslung

Abwechslung

Ein Laufband bietet Abwechslung und bringt einen frischen Wind ins Training. Egal welche Strecke man bevorzugt, mit ein paar Tasten ist alles eingestellt, ob Berg- und Tal Läufe, ebene Strecken oder Intervall-Einheiten.

Unabhängigkeit

Unabhängigkeit und Planungssicherheit

Natürlich gibt ein Laufband einem die Möglichkeit zu jeder Zeit zu trainieren ohne große Planung und Vorbereitung. Das kann oft ein Segen sein, wenn man einfach den Kopf frei bekommen möchte.

Durchdachte Technik

  • Das muss ein Laufband haben

Einen leistungsstarken Motor und Antriebseinheit

Ein solider Motor mit genug PS sorgt für sorgenfreies und flüssiges Training, auch in niederen Geschwindigkeiten. Zu wenig Leistung (PS) verschafft ein ungleichmäßiges Tempo, welches wiederum zu einer unsauberen Lauftechnik führen kann.

Steigungsfunktionen

Ein Laufband ohne Steigungsfunktion ist kein richtiges Laufband. Sie bietet einem die Möglichkeit Berg- und Tal Läufe nachzuahmen und somit eine weitere Dimension in das Training zu integrieren. In der Regel verfügen Laufbänder über eine Steigung von 12-15%.

Kompetente Computersteuerung mit Pulsmessfunktion

Eine durchdachte Computersteuerung ist sehr wichtig für ein erfolgreiches und abwechslungsreiches Training. Die verschiedenen Programme sollten neben manuellem Training auch Berg- und Talstrecken, Intervall-Einheiten und leicht variierendes Streckentraining ermöglichen. Eine Pulsmessfunktion haben die meisten Laufbänder und sind mit gängigen Brustgurtmessern kompatibel. Hier unterscheiden sich die Laufbänder lediglich in den spezifischen Pulsprogrammen.

Gedämpfte und rutschfeste Lauffläche

Das Entwickeln des Laufgurtes könnte man als eine Wissenschaft für sich bezeichnen. Ähnlich wie bei der Herstellung von Autoreifen, gibt es hier große Unterschiede wie Festigkeit, Stabilität, Gripp, Abrieb, Elastizität, Dicke usw. Auch die Wahl der richtigen Laufschuhe verändert das Laufverhalten nicht unbeachtlich. Eine Dämpfung der Lauffläche fällt meistens im mittleren Härtegrad aus, vergleichbar mit Wald- und Feldwegen.

  • Darauf kann man verzichten:

Walkinglaufbänder zum Sparpreis

Es sind immer mehr Laufbänder in sehr kleiner Ausführung, mit wenig Stabilität und Leistung zu finden. Es handelt sich um reine Walkinglaufbänder die max. 10 km/h ermöglichen. Doch für eine derartige technische Ausführung ist es sehr fraglich, ob man sich überhaupt auf solche Produkte stellen sollte.

Tastenchaos auf der Bedienfläche

Auch sehr irritierend ist ein unübersichtliches Display, vor allem in einer etwas hektischeren Trainingseinheit stört das wiederholte Suchen bestimmter Tasten den Trainingsfluss enorm.

Zu kleine Anzeigen

Schlecht lesbare Displays sind schlicht und einfach nicht akzeptabel. Aus jeder Laufposition sollten die Werte gut ablesbar sein, auch bei Sonneneinstrahlung.

Falsch platzierte Haltegriffe

Beim ersten Testen fällt diese Eigenschaft vielleicht nicht so ins Gewicht, spätestens aber nach den ersten Trainingseinheiten wird sich zeigen ob die Haltegriffe gut positioniert sind. Zu schmal oder zu kurz ist meistens störend.

Bewegung zählt

Wir bewegen uns zu wenig, das steht schon mal fest. Einige Wissenschaftler gehen mit ihren Studien sogar soweit, dass sie behaupten, sitzen tötet uns langsam. Das mag etwas extrem klingen, andererseits ist auch etwas dran. Früher verbrachten wir die meiste Zeit auf unseren Füßen. Heute sitzt ein Büromensch im Schnitt 9,3 Stunden. Dabei liegt die durchschnittliche Nachtruhe bei 7,7 Stunden. Dafür sind unsere Körper nicht gemacht und die Zeche zahlen wir dafür langsam, so die Ergebnisse der Studien.

Sobald wir uns setzen:

• schaltet die elektrische Aktivität in den Beinen ab
• der Kalorienverbrauch fällt auf 1Kcal/min

Nach 2 Stunden im sitzen:

• unser gutes Cholesterin (HDL) fällt um 20%

Nach 24 Stunden im sitzen:

• Insulineffektivität fällt um 24% was zu erhöhtem Diabetesrisiko führt
• doppelt so hohes Risiko für Kardiovaskuläre Erkrankungen (Herz-Kreislauf)

Mehr Gesundheit durch Laufbandtraining

Schon täglich 30 Minuten auf einem Laufband reichen aus um dir einen gesundheitlichen Boost zu verschaffen und auf lange Sicht macht es dich deutlich gesünder. Laufen bringt unser Gehirn dazu Endorphine (körpereigene Opioide) auszuschütten. Diese Endorphine reduzieren Stress, Hunger, Schmerz und machen uns deutlich positiver. Viele Läufer berichten von einem „flow“ Stadium, in welchem es für jedes Problem eine Lösung gibt und sie könnten ewig weiterlaufen.

    hammerLaufen